Method or Madness: Insights from Germany’s Record-Breaking Offshore Wind Auction and Its Implications for Future Auctions

Tue May 02 11:43:00 EDT 2017
By Dominik Hübler, Daniel Radov, and Lorenz Wieshammer

In a recent white paper, NERA Principal Dominik Huebler, Director Daniel Radov, and Research Officer Lorenz Wieshammer examine the use of auctions to determine required support levels for renewables, focusing specifically on the offshore wind auction results that Germany’s energy regulator (BNetzA) announced on 13 April 2017. In this auction, of the four winning projects, three did not request any output subsidy on top of wholesale electricity prices. These record-breaking bids have succeeded in “rewriting” the rules for auction participants: at the very least, bidders in future rounds will need to assess and account for the possible option value from winning to stand a chance of being successful. The authors also discuss implications for upcoming offshore wind auctions in the UK. Finally, the authors caution that policymakers must design the rules carefully to fully harness the power of auctions as a tool for revealing the true cost of projects and driving cost reductions, while limiting the risk of project non-delivery. 

In einem kürzlich veröffentlichten Briefing kommentieren die NERA-Autoren Dominik Huebler (Principal), Daniel Radov (Director) und Lorenz Wieshammer (Research Officer) die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Windenergie auf See in Deutschland. Erstmals verzichten erfolgreiche Bieter auf explizite Subventionen für die Errichtung von Offshore-Windparks, was - bei erfolgreicher Realisierung der Parks - eine Zeitenwende darstellen dürfte.

Allerdings gibt es einige „Warnleuchten“, die gegen eine vorschnelle und übermäßig euphorische Interpretation der Ausschreibungsergebnisse sprechen. Da mit dem Bau der Projekte erst in einigen Jahren begonnen werden kann und die Pönalen für die Nichtrealisierung der Projekte potentiell relativ gering ausfallen3, besteht die Möglichkeit, dass die erfolgreichen Bieter ihre bezuschlagten Gebote nicht als Auftrag zur Realisierung ihrer Projekte, sondern als sogenannte Realoptionen (englisch: „real options“), verstehen.

Die Autoren arbeiten daher heraus, dass politische Entscheidungsträger die Ausschreibungsregeln sorgfältig gestalten müssen, um das Kostensenkungspotenzial von Ausschreibungen zu realisieren und zugleich das Risiko zu begrenzen, dass bezuschlagte Projekte eventuell nicht realisiert werden und dass dies insbesondere im deutschen Fall ein nicht unerhebliches Nichtrealisierungsrisiko birgt.

In jedem Fall haben die erfolgreichen Gebote neue Maßstäbe im Bereich der erneuerbaren Energien gesetzt: In zukünftigen Ausschreibungen werden Bieter, die Aussicht auf Erfolg haben wollen, den möglichen Optionswert ihres Projekts unter Berücksichtigung der Projektspezifika und des Ausschreibungsdesigns ermitteln und einpreisen müssen.